Der erste Eindruck zählt: Vorstellung auf dem Papier

Praktisch für jede Art von Bewerbung, ob für die Festanstellung, das Praktikum oder gar den ehrenamtlichen Dienst, steht zunächst das Einsenden eines Lebenslaufes vorne an. Der Lebenslauf ist die prägnante Zusammenfassung des bisherigen Werdegangs und sollte alle Aspekte umfassen, die im Laufe der Zeit eine Rolle im Leben des Bewerbers gespielt haben. Hierzu können auch private Informationen zählen, wie etwa der Familienstand. Da beim Lebenslauf weniger Kreativität als eher die Einhaltung formeller Vorgaben gefragt ist, besteht auch die Möglichkeit, Lebenslauf Vorlagen zum Download zu nutzen, die in der Folge nur noch ausgefüllt werden müssen. Nichtsdestotrotz kann es nicht schaden, sich ein wenigeingehender mit dem Thema zu beschäftigen, da auch die beste Vorlage noch genügend Raum für Fehler oder Fettnäpfchen lässt.

Die Struktur: Eine Frage der Situation

Während persönliche Daten wie Anschrift und Geburtsort keiner weiteren Erklärung bedürfen und sich generell ganz am Anfang des Lebenslaufs befinden, geht es bei der Auflistung des Werdegangs darum, die eigene Historie bestmöglich zu präsentieren.
Interessant wird es in der Regel bei der Wahl zwischen den verschiedenen Strukturen. Da Lebensläufe generell tabellarisch aufgebaut sind, also eine zeitliche Abfolge aller Stationen darstellen, ist es eine zentrale Frage, in welche Richtung der persönliche Zeitstrahl sich belebt. Hier stehen das amerikanische und das deutsche Modell in exaktem Gegensatz zueinander. Welche der beiden Modelle besser ist, ist von Fall zu Fall verschieden.
Das deutsche Modell beginnt mit dem Zeitpunkt Null ganz am Anfang, das heißt, in der oberen Hälfte der ersten Seite. Der Leser des Lebenslaufs wird den Werdegang des Bewerbers also in chronologisch richtiger Reihenfolge durchlesen, sodass die aktuelle oder letzte Station erst auf späteren Seiten, also ganz am Ende des Dokuments zu finden ist. Das amerikanische Modell dagegen – auch französisches Modell genannt – geht den umgekehrten Weg. Welche der beiden Varianten nun am besten ist, hängt von etwaigen Lücken und Schwächen des Lebenslaufs ab. Für Bewerber mit Problemen in früheren Lebensphasen, dafür aber mit überzeugenden letzten Jahren, wäre beispielsweise das amerikanische Modell die bessere Wahl.

Grundregel: Ehrlichkeit

Wenn schon von Schwachpunkten im Lebenslauf gesprochen wird, muss natürlich auch diskutiert werden, wie diese am besten ausformuliert werden. Die Devise “so ehrlich wie nötig, aber so beschönigend wie möglich” sollte hierbei Anwendung finden. Es muss allerdings bedacht werden, dass Schwächen oder Lücken im Lebenslauf in einem etwaigen Vorstellungsgespräch wahrscheinlich noch einmal erläutert werden. Verstrickungen oder Abweichungen von der schriftlichen Version müssen bei der Erklärung unbedingt vermieden werden, schließlich gilt trotz allem, dass Ehrlichkeit am längsten währt.

Vorlage gesucht: Internet um Hilfe bitten

Lebenslauf Vorlagen zum Download sind in jedem Fall eine gute Hilfe, da sie dem Bewerber die Formatierung des gesamten Dokuments sparen. Mit vorgesehenen Feldern für die entsprechenden Infos wird zudem sichergestellt, dass nichts vergessen oder versehentlich falsch ausgefüllt wird. Hinzu kommt, dass die meisten Vorlagen kostenlos erhältlich sind, was die Möglichkeit des Ausprobierens umso attraktiver macht.


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