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Auslandserfahrung ist wichtig – nicht nur für den Lebenslauf, sondern auch für die persönliche Entwicklung und Entfaltung. Wer in seinem Leben beispielsweise Freiwilligendienste in Afrika geleistet hat, wird die Welt durch andere, aufgeklärtere Augen sehen und wissen, wie gut wir es haben und wie Menschen in den ärmeren Teilen der Welt es trotzdem schaffen müssen, über die Runden zu kommen. Freiwilligendienste in den ärmeren Regionen sind eine optimale Beschäftigung für alle, die etwas wirklich Sinnvolles mit ihrer Zeit und ihrer Arbeitskraft tun und etwas in der Welt verändern wollen.

Freiwilligendienste Afrika – aber wie?

Afrika ist bereits seit vielen Jahrhunderten Sammelpunkt immer neuer sozialer Probleme. Unser Jahrhundert hingegen ist gesellschaftlich verantwortungsbewusster, weshalb es heute einfacher denn je ist, Hilfe zu leisten – ganz gleich, wer man ist und was man wirklich tun kann. Am besten wendet man sich daher an eine der vielen Organisationen, die Freiwillige nach Afrika befördern und ihnen dabei helfen, einen Arbeitsplatz zu finden, der für sie geeignet ist und ihnen ermöglicht, wirklich etwas zu bewegen. Je nachdem, mit welchen Qualifikationen man sich an solche Organisationen wendet, kann man mit unterschiedlichen Angeboten rechnen. Schüler, Studenten, Azubis und Personen, die noch keine spezifische Qualifikation mitbringen, müssen teilweise sogar etwas Geld investieren, um die Chance auf Arbeit geboten zu bekommen. Fachkräfte wie Ingenieure, Ärzte oder Lehrer dagegen werden üblicherweise bezahlt, auch wenn sie natürlich nicht mit den gleichen Gehältern wie im Heimatland rechnen können. Dafür werden sie in Afrika aber einen mehr als ausreichenden Lebensstandard finanzieren können und tun gleichzeitig mit ihrer Arbeit Gutes. Häufig leisten aber auch sie vorrangig freiwillige Arbeit und orientieren sich beispielsweise nach ihrem Hochschulabschluss, ohne echten Gewinn dafür zu verlangen.

Was umfasst Freiwilligenarbeit?

Die meisten Freiwilligen, die sich zur Arbeit nach Afrika begeben, absolvieren dort eine Mischung aus körperlicher und geistiger Arbeit – je nachdem, welche Qualifikationen sie bereits erlangt haben. Die meisten afrikanischen Ortschaften und Regionen, die Freiwillige aufnehmen und von ihrer Arbeit profitieren, setzen körperliche Arbeit voraus – sie müssen infrastrukturell aufgebaut werden und es gibt reihenweise Missstände, die behoben werden müssen. Niemand wird dazu gezwungen, körperliche Höchstleistungen zu vollbringen, doch man sollte dazu bereit sein, mit anzupacken und sich je nach individueller Fähigkeit und Möglichkeit auch einmal die Hände schmutzig zu machen. Darüber hinaus wird man bei der Freiwilligenarbeit viel mit dem Land, den Menschen und den kulturellen Eigenheiten zu tun haben. Wenn die Arbeit des Tages verrichtet ist, kann man sich in den eigenen privaten Bereich zurückziehen oder sich von den Einheimischen und der Freiwilligengruppe dazu überreden lassen, etwas Zeit mit ihnen zu verbringen. Dabei lernt man Afrika auf eine Weise kennen, die den meisten Touristen verborgen bleiben wird. Man entwickelt bei der gemeinsamen Arbeit und Freizeit ein Bild von Land und Leuten, das man nicht einmal aus einer Reportage oder einem Buch bekommen könnte. Und gerade diese Erfahrungen sind es, die immer wieder junge und junggebliebene Freiwillige dazu motivieren, etwas für Afrika zu leisten.


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